Gesunde Ernährung für Kinder

Eltern tun sich mit dem kindlichen Essverhalten oft schwer. Schliesslich gehört es ja zu ihren Aufgaben, ihre Kinder ausgewogen zu ernähren, ihnen gesunde Essgewohnheiten vorzuleben und ihren Geschmackssinn aufbauen und entwickeln zu helfen. Die Kinder ihrerseits widersetzen sich mehrheitlich diesen Bemühungen und entdecken lieber ihre eigene Esswelt. Je weicher, farbiger, fetter, süsser und salziger die Produkte sind, desto grösser die Begeisterung der Kids.

Gesunde Nahrungsmittel stehen bei Kindern nicht an oberster Stelle auf der Beliebtheitsskala. Ein Kind, das eine Zeitlang kein Gemüse oder keinen Käse isst, muss aber nicht automatisch einen Vitaminmangel bekommen. Schwankungen in seinen Vorlieben und Abneigungen für gewisse Lebensmittel sind Teil der Geschmacksentwicklung und daher normal. Es ist akzeptabel, wenn ein Kind Spinat ablehnt, aber bei den Karotten umso mehr zugreift. Oder wenn es den für Kindermund rezenten Gruyère lieber eintauscht gegen ein Stück milden Brie. Wichtig ist, dass vom Kind abgelehnte Speisen nach einiger Zeit wieder neu angeboten werden. Denn aus Studien ist bekannt, dass ein Kind sich erst nach 15-maligem Probieren an einen neuen Geschmack gewöhnt hat.

Kinder brauchen Käse und Milchprodukte

Käse und andere Milchprodukte enthalten beinahe alle, für das Wachstum und die Gesunderhaltung des Körpers, wichtigen Nährstoffe: hochwertiges Eiweiss, leicht verdauliches Fett, viele verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders wichtig ist Kalzium für den Aufbau von gesunden, stabilen Knochen und Zähnen. Es ist wichtig, in jungen Jahren möglichst viel Knochenmasse aufzubauen, damit der Körper später über genügend Reserven verfügt.

Kinder essen mit den Augen

Für die Deckung des Kalziumbedarfes spielt Käse eine wichtige Rolle. Bereits mit einem kleinen Stück kann ein wesentlicher Teil des Bedarfes gedeckt werden. Deshalb sollten Kinder täglich Käse essen. Das grosse Angebot macht es einfach, für jedes Kind einige Sorten zu finden, die es mag. Kinder essen ganz besonders mit den Augen, reagieren auf hübsche Dekorationen, Formen und Farben. Käsemuffel lassen sich aus der Reserve locken, wenn sie im Znüniböxli mit Nüssen dekorierte Käsewürfel entdecken, auf ihrem Teller Käsemäuse sitzen oder Käse-Gemüsespiesschen zum Knabbern auffordern. Auch beliebt bei den Kindern sind familiäre Raclette- oder Fondue-Essen, knusprige Gratins mit Käse, Spaghetti mit Käsesauce und/oder geriebenem Käse sowie ein fein schmeckender Käse-Toast.

Käse passt ins Znüniböxli

Die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit in Kindergarten und Schule hängt wesentlich davon ab, ob Kinder zuhause frühstücken und ein Znüni für die Pause mitnehmen. Im Kindergarten wird das gemeinsame Znüniessen noch gefördert, mit Eintritt in die erste Klasse verliert das Znüni als Pausenfixpunkt aber leider schnell an Bedeutung.

Gerade in den Randstunden vor dem Mittag und am späten Nachmittag sinkt die Konzentrationsfähigkeit der Kinder oft ab. Dies, weil sie Hunger haben und oft auch zu wenig trinken. Ein tiefer Blutzucker und zu wenig Flüssigkeit wirken sich nachweislich negativ auf das Lernvermögen der Kinder aus.

Kinder kommen in der Pause oft in ein Dilemma: einerseits haben sie Hunger, anderseits ist das Bedürfnis nach Spielen und Turnen gross. Mit einem kleinen gesunden Snack, der sich «schnell» essen lässt, kann man ihnen die Zeiteinteilung erleichtern. Fingerfood, in ein Lunchböxli verpackt, ist dafür ideal: Obst oder Gemüse in Stücken, Käsewürfel, Nüsse und einige Dörrapfelschnitze erfrischen, nehmen den Hunger und sättigen bis zum Schulende. Als Pausenverpflegung ungeeignet sind süsse Getreidestängel, Schokoladeriegel, Chips und Frühstücks-Zerealien. Zum Trinken empfehlen sich Wasser und stark verdünnter Fruchtsaft, zum Beispiel 1 Teil Apfelsaft und 3 Teile Wasser.

Geeignete Znüniprodukte lassen sich daran erkennen, dass sie keinen Zucker enthalten und möglichst auch keine raffinierte Stärke, wie sie in Weissbrot, Crackern, Chips und Apérosnacks vorkommt. Vollkornprodukte, Obst, Gemüserohkost , Nüsse und Milchprodukte wie Käse liefern vollwertige Kohlenhydrate, hochwertiges Eiweiss, leichtverdauliches Fett sowie die fürs Lernen wichtigen Vitamine und Mineralstoffe.

Käse gegen Karies

Käse eignet sich besonders gut als Pausensnack, weil er einerseits gut sättigt ohne den Magen zu belasten anderseits aber auch wirksam die Zähne vor Karies schützt. Gerade weil die Kinder nach dem Znüni die Zähne nicht putzen oder spülen können, sind sie auf zahnschonende Nahrungsmittel angewiesen.

Käse regt im Mund den Speichelfluss an und der Gehalt an Kalzium im Speichel steigt. Dadurch werden die im Mund anfallenden Säuren schneller neutralisiert. Dies wirkt ganz besonders, wenn zum Käse kein Brot gegessen wird.

Alternativen zu Brot:

  • Obststücke
  • rohes Gemüse
  • Nüsse
  • gedörrte Apfelringe oder Birnenschnitze